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Verhaltenslehre

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Genügend Motivation und passende Umweltreize sind Voraussetzung für Verhalten.

Appetenzverhalten : Wenn ein Tier für ein Verhalten hochmotiviert ist, die auslösenden Reize aber in der momentanen Umwelt
nicht vorkommen, beginnt das Tier nach diesen Reizen zu suchen.
„ich will etwas, also muss ich auch etwas dafür tun“

Hat es den Reiz gefunden, so beginnt es mit dem Verhalten. Dadurch wird entweder der Reiz (Beute gefressen) oder die Motivation (satt) gesenkt und das Verhalten endet.

Beispiel:

Ein hungriger Wolf sucht im Revier nach Spuren von Beutetiere (=ungerichtetes Appetenzverhalten).
Hat er ein Beutetier gefunden, so jagt er ihm nach (=gerichtetes Appetenzverhalten).
Entweder entwischt ihm das Beutetier (Reiz weg, neues Appetenzverhalten beginnt, da er noch hungrig ist), oder er packt die Beute, tötet sie und frisst sie = konsumatorischer Akt.Das Verhalten ist nun beendet, er hat keinen Hunger mehr (keine Motivation).

Je höher die Motivation (z.B. Hunger), desto kleiner die Reizschwelle.

Je grösser die Intensität des Verhaltens, desto grösser war die Motivation.

Hohe Motivation und erfolgloses Appetenzverhalten kann zu Verhalten im Leerlauf führen : Bsp.: Kopulationsbewegungen ohne Partner
Stichlingsmännchen in Isolation führt plötzlich Zickzacktanz aus ohne äussere Reize !

Umweltbedingtes Verhalten --- Verhaltenskomplex, der durch Lernen entsteht

Erfahrungsbedingtes Verhalten erlaubt eine Anpassung des Individuums an eine sich ändernde Umwelt.Voraussetzung dafür ist ein Gedächtnis, das die Umweltinformationen aufnehmen, verknüpfen, speichern und abrufen kann.
Ferner ist lernen nur bei den Tieren sinnvoll, die relativ lange leben --- Erfahrungsaspekt
Lernvorgänge haben individuelle Verhalten zur Folge.

Lerndispositiv
So wird die Lernfähigkeit genannt. Das ZNS speichert nur dasjenige, was auch sinnvoll ist. Z.B. sind Labyrinthversuche bei Ratten sinnvoll, bei Vögel jedoch nicht.

Gewisse Verhaltenselemente beschleunugen den Lernvorgang
Neugierdeverhalten und Spieltrieb

Spielverhalten : üben von allen möglichen Verhaltenselementen ohne die dafür zugrundeliegende Motivation
Imitation : imitieren --- verlangt sehr viel vom ZNS (nur bei Primaten)
  
Psychologie: Eine Einführung
Siehe auch:
Das Gehirn: Eine Einführung
Psychologie lernen: Eine Einführung und An...
Abriss der Psychoanalyse
Lexikon Psychologie: Hundert Grundbegriffe
Didaktik: Eine Einführung
Psychologie (Springer-Lehrbuch)
 
   
 
     
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